| Die Geschichte |
Als die Knappenrother Gartenfreundinnen und -freunde im August 1989 das 10jährige Jubiläum ihrer Vereinsgründung feierten, konnten sie bereits auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken und natürlich ist auch seitdem wieder viel geschehen, was im Rahmen der hier vorliegenden Schrift nicht in allen Einzelheiten dokumentiert werden kann.
Vieles hiervon lässt sich aus der - wesentlich vom Gartenfreund Toni Dörr erstellten - Festschrift zum Jubiläumsjahr 1989 herauslesen, weitere Informationen konnten durch Aktenstudien und Gespräche mit Vertretern des damals 159 Mitgliedern zählenden Vereins gewonnen werden. Betont werden muß hier aus der Sicht des Verfassers heraus die sehr große Bereitschaft der "Knappenrother" zur Mitarbeit an diesem Teil der Chronik. Im folgenden die wichtigsten Stationen und Ereignisse im bisherigen Vereinsleben und in der Entwicklung der Gartenanlage. |
 Wohl nur noch wenige Zeitzeugen werden heute eine genaue Beschreibung des einstigen Zustandes der späteren Anlage "Rußhütter Straße" aus der Vorkriegszeit liefern können. Dieser - heute in 46 Parzellen unterteilt - sieht der Besucher angesichts der phantasievoll errichteten Lauben mit ihrer vielfältig bepflanzten Umgebung nicht an, daß in den 30er Jahren dieses Gebiet größtenteils noch durch Sumpf und Wald inmitten einer hügeligen Landschaft geprägt war und weiterhin von einer Lehmgrube der damaligen Ziegelei Breit eingenommen wurde. Dieses Bild änderte sich einmal mit dem Bau einer Siedlung für Selbstversorger und Kinderreiche ab 1936 auf dem Rastpfuhl und anschließend nach Kriegsende mit dem Auffüllen eines Teils des Geländes mit Trümmerschutt insbesondere aus Malstatt als Folge teilweise verheerender alliierter Luftangriffe ab 1943.
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Die Zeit nach Kriegsende beschreibt Toni Dörr - späterer Mitbegründer des Vereins und Inhaber wichtiger Ämter im saarländischen Kleingartenwesen auch hierüber hinaus - in der oben erwähnten Festschrift von 1989 äußerst beschaulich; hieraus im folgenden die wichtigen Aussagen. |
Das heutige Gartengelände des Vereins diente auch noch nach der vorherigen Ablagerung von Trümmerschutt als "letzte Ruhe" etwa für ausgediente Haus- und Küchengeräte. Angesichts dieser umweltfeindlichen Entwicklung schlug der Vorsitzende des Siedlerbundes Helmut Müller eine gründliche Umwandlung des Terrains in Form einer Gartenanlage vor, was - selbstverständlich - neben allen Anliegern und Gartenbesitzern der Gegend auch von allen politischen Fraktionen im Saarbrücker Stadtrat positiv aufgenommen wurde. In diesem Schritt sah die Kommune insbesondere auch die Gelegenheit zu einer kostengünstigen Beseitigung dieses Schandflecks im Umweltbereich. |
Helmut Müller regte als ersten Schritt die Gründung eines Kleingartenvereins an, die denn auch am 25.08.1979 erfolgte. Im gleichen Jahr am 17.November wurde auf der ersten Mitgliederversammlung zum 1.Vorsitzenden Lothar Dehen gewählt - seinem Vorschlag zufolge erhielt der junge Verein mit Anfangs 34 Mitgliedern seinen heutigen Namen und wurde im Februar 1980 ins Vereinsregister eingetragen. Im März desselben Jahres trat er dem bei, im September 1981 wurde er als gemeinnützige anerkannt. Nach Lothar Dehen als 1.Vorsitzender folgte 1987 Walter Sommer - aktiver Verfechter der Kleinegartenidee auch auf Bezirks- und Landesebene. Seit 1990 übte Norbert Dittgen dieses Amt aus. Sein Stellvertreter war Willi Scheidhauer.
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Zurück zu den wichtigsten Stufen der Gestaltung der Gartenanlage: nach der Vereinsgründung und Regelung der bauplanrechtlichen Formalitäten begannen die Knappenrother Gartenfreunde unter der Planung des Amtes für Grünanlagen sogleich mit dem Aufbau der Gartenanlage bis zu ihrer heutigen Form, finanziell unterstützt von der Stadt Saarbrücken und in Stadtverband. |
Hier die wichtigsten Stadien im Zeitverlauf: im Juni 1981 erfolgte die symbolische Grundsteinlegung der Anlage in Form einer Baumpflanzung durch den damaligen Oberbürgermeister Oskar Lafontaine, und im selben Monat wird mit der Rodung begonnen und im August mit den Planierungsarbeiten. Im April 1982 wird die Wasserleitung verlegt, und am 18. Mai dieses Jahres erfolgte feierlich die offizielle Einweihung des Dauerkleingartenparks - als erster mit diesem gesicherten Status im Kleingartenbezirk Saarbrücken. Am 04.September 1982 richtet der Verein in Saarbrücken den Kleingartentag aus. Im April 1983 wird der Haupt - und Grundschule Rastpfuhl auf dem Knappenroth eine Parzelle als Schulgarten übergeben - übrigens erstmalig in der saarländischen Kleingartengeschichte. Im Mai desselben Jahres wird ein Kinderspielplatz angelegt. Ein weiteres wichtiges Ereignis ist die Einweihung des gemütlichen Vereinsheims im Oktober 1986. Dieses erfreut sich im oberen "Molschd" und auf dem Rastpfuhl inzwischen eines ausgezeichneten Rufes als Kommunikationzentrum gerade auch für sozial schwache Gruppierungen der Umgebung. Geplant als Gemeinschaftsprojekt ist u.a. noch eine Kompostierung. |
Einen frühen Erfolg ihres Fleisses konnten die Knappenrother Gartenfreunde 1984 verzeich-nen, als ihnen im Rahmen des Bundeswett-bewerbes Gärten im Städtebau eine Bronze-medaille verliehen wurde.Weiterer Aktivitäten des Vereins lassen sich aus dem mittwöch-lichen Frauenstricknachmittag, sowie aus dem Kleingartenstammtisch im Winter ablesen, bei dem insbesondere auch fachliche Informa-tionen zur umweltverträglichen Gartenbewirt-schaftung ausgetauscht und durch Referenten von außerhalb vermittelt werden. Mit dem Kleingärtnerverein Kirchwald e. V. (bei Mann-heim) besteht eine Partnerschaftsverbindung. Zusammenfassend kann dieser Verein von Gartenfreundinnen und -freunden mit seiner Grünanlage als eine Bereicherung für die Umwelt in jeder Hinsicht - sozial, individuell und ökologisch - bewertet werden.
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Im Oktober 1997 wurde die Anlage um 19 Gärten durch die Stadt Saarbrücken erweitert. |
Die Einweihung der neuen Gärten wurde am 30.April 1998 gefeiert. Ebenfalls in diesem Jahr, nämlich im August wurde mit dem Anbau am Vereinsheim begonnen, welcher im Dezember desselben Jahres fertiggestellt und eingeweiht wurde. |
Im August 2004 feierte der Verein sein 25 jähriges Bestehen. |
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| Stand der Informationen: 2004 |
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